Friedensnobelpreis an Barack Obama

9. Oktober 2009 | von admin | Kategorie: Aus aller Welt, Leitartikel, Top-Artikel

Aus aller WeltSensation in Oslo: Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an den US-Präsident Barack Obama. Das gab heute das Nobel-Komitee in der norwegischen Hauptstadt Oslo bekannt. Mit den Begründung, „Es gibt mehr als Grund genug, ihm den Preis zu verleihen“, seitens des Komitees des norwegischen Parlaments, erhält Obama den heuer zu verleihenden prestigeträchtigen Preis.

Das Nobel-Komitee sagte, dass die Auszeichnung Obamas ihm aufgrund „seiner außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen Völkern zu stärken“ verdient gebühre. Obama habe schlichtweg „ein völlig neues internationales Klima geschaffen.“ Der US-Präsident als neuer Friedensnobelpreisträger wurde aus aller Welt beglückwünscht ; lediglich das Weiße Haus gab seinerseits zunächst keine Reaktion von statten. Obamas Sprecher Robert Gibbs antwortete dem Sender CBS auf eine Anfrage per E-Mail in nur drei Buchstaben: „Wow“.

Seine Initiative für eine atomwaffenfreie Welt sei ein ausschlaggebener Grund bei der Entscheidung für die Vergabe des Friendensnobelpreises gewesen. Im Rahmen einer Anfang April dieses Jahres gehaltenen Rede vor der Prager Burg, die der Präsident vor rund 30.000 Zuhörern hielt, kündigte er den Einsatz der USA für die Schaffung einer Welt ohne Atomwaffen an.

Ebenso der norwegische Komiteechef Thorbjörn Jagland ist von der Vergabe des Friedensnobelpreises an Barack Obama – trotz seiner noch sehr kurzen Präsidentschaft – mehr als überzeugt: „Alles, was er in seiner Zeit als Präsident angepackt hat und wie sich das internationale Klima durch ihn verändert hat, ist schon mehr als Grund, ihm dem Friedensnobelpreis zu verleihen.” Dennoch wird dem Komitee der Vorwurf gemacht, eine „populistische Entscheidung“ getroffen zu haben. Jagland, früherer norwegischer Regierungschef und Außenminister in sozialdemokratischen Regierungen, rechtfertigt die Entscheidung des Komitees mit folgenden Worten: “Wer das meint, der soll sich die Realitäten in der Welt vor Augen führen. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.”

Heuer waren für den Friedensnobelpreis, der mit umgerechnet knapp einer Million Euro dotiert ist, offiziell 205 Kandidaten, darunter mehr als 30 Organisationen, nominiert. Schon vor der diesjährigen Entscheidung hieß es, dass es heuer keine eindeutigen Favoriten gebe. Genau genommen werden jedes Jahr einerseits zahlreiche weltberühmte, namhafte und führende Politiker, andererseits viele international eher wenig bekannte Kämpfer für die Menschenrechte vorgeschlagen und nominiert.

Die Verleihung des Friendensnobelpreises findet jährlich in der norwegischen Hauptstadt Oslo statt. Für offizielle Anlässe dieser Art bieten wir Ihnen zuverlässige Dolmetscher für viele verschiedene Sprachen. Alle anderen Nobelpreises hingegen werden in der schwedischen Hauptstadt Stockholm vergeben. Bereits seit dem Jahre 1901 wird mit der Vergabe der Auszeichnung für Frieden eine explizite Persönlichkeit geehrt.


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